Festakt

25 Jahre Betreuungsrecht

25 Jahre Betreuungsrecht: Das Jubiläum gesetzlicher Regelungen, die Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung, einer geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten nicht ausreichend selbst besorgen können, eine unterstützende Person zur Seite stellt. Ehrenamtliche oder hauptamtliche rechtliche Betreuer leisten diese individuelle Hilfestellung im Rahmen der vom Betreuungsgericht benannten Aufgabenkreise.

In 25 Jahren wurden zwar einige Hürden aus dem Weg geräumt, aber längst nicht alle Defizite behoben. Die Akteure im Bereich der rechtlichen Betreuung haben einen steinigen Weg zurückgelegt, denn das Betreuungsrecht befindet sich doch zumeist im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Fürsorge, zwischen Wunsch und Wohl des Betreuten. Denn nicht immer entspricht der Wunsch des Betroffenen auch seinem Wohl.

Ein 25-jähriges Jubiläum lädt ein, Rückschau zu halten, zum Nachdenken, zum ins Gespräch kommen und zum Feiern. Am 20. Mai 2017 findet daher von 11.00 – 15.00 Uhr eine Veranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum des Betreuungsrechts im Palais Bretzenheim (A2,1) statt.

Programm:

Eröffnung durch  den Gerichtspräsidenten des Amtsgerichts Mannheim

Grußworte der Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb, des Stadtdekans Karl Jung und eines Vertreters des Bundesverbandes der Berufsbetreuer

Festvortrag des Ministerialdirigenten am Ministerium der Justiz und für Europa, Herrn Lotz

Musikalisch umrahmt wird der Festakt durch das Duo Liederlich2.

Nach der Ehrung ehrenamtlicher BetreuerInnen gegen 13.00 wird die Foto-Ausstellung „Auch wir hatten Träume“ eröffnet und alle haben die Gelegenheit sich an den Informationsständen, der in Mannheim tätigen Akteure im Betreuungswesen zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Vertreten werden sein, das Betreuungsgericht Mannheim, die Betreuungsbehörde Mannheim, der Betreuungsverein des Sozialdienstes kath. Frauen (SkF), der Bundesverband der Berufsbetreuer, der DPWV, das Gesundheitsamt, der Gesundheitstreff Neckarstadt,  der Kommunale Betreuungsverein der Stadt Mannheim und das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit.

Dabei können insbesondere folgende Fragen beantwortet werden: Wie läuft ein Betreuungsverfahren ab-was ist in diesem Fall zu tun? Kann ich durch eine Vorsorgevollmacht ein Betreuungsverfahren verhindern-was kann ich jetzt schon tun? Wer übernimmt die Betreuung, ein Angehöriger, ein ehrenamtlicher Betreuer, ein Mitarbeiter eines Betreuungsvereins oder ein Berufsbetreuer?

Die Arbeitsgemeinschaft Betreuungsrecht Mannheim (Betreuungsgericht Mannheim, Betreuungsbehörde Mannheim, Betreuungsverein des Sozialdienstes kath. Frauen (SkF), Bundesverband der Berufsbetreuer, Kommunaler Betreuungsverein (KBV)) freut sich auf Ihr Kommen.

 
Online-Beratung
 
 

Gesetzliche Betreuung durch den anerkannten Betreuungsverein des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) Mannheim e.V.

 

Zwei Frauen unterhalten sich 

Der Sozialdienst katholischer Frauen Mannheim e.V. ist Träger eines anerkannten Betreuungsvereins. Das Führen von Betreuungen gehört schon seit der Einführung des Betreuungsgesetzes 1992 zu den Aufgaben des SkF Mannheim.

Eine wichtige Aufgabe von uns ist es, ehrenamtliche Betreuer zu gewinnen, die wir in ihrer Arbeit qualifizieren, begleiten und unterstützen. Unsere Arbeitsweise lässt sich folgendermaßen beschreiben:

Wir

  • geben so viel Unterstützung wie nötig
  • akzeptieren andere Lebenswege und Einstellungen
  • versuchen, die Kompetenzen des / der Betreuten zu wecken und zu erhalten
  • beziehen andere Hilfsdienste mit ein
  • begleiten, anstatt zu bevormunden

Gesetzliche Betreuung - Was ist das?

Bei der gesetzlichen Betreuung geht es darum, persönliche oder vermögensbezogene Angelegenheiten von Menschen, die diese vorübergehend oder langfristig nicht mehr selbst organisieren können, zu regeln. Dies betrifft z.B. Menschen nach einem Unfall, Menschen mit geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung oder Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Was umfasst eine Betreuung?

Nach dem Betreuungsgesetz vertritt der Betreuer die betreute Person gerichtlich und außergerichtlich. Das Betreuungsgericht legt bestimmte Aufgabenbereiche wie z.B. die Vermögens- und Gesundheitssorge oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht fest. Für den Betreuer ist wichtig, dass diese Aufgabengebiete klar definiert sind. Sie umfassen z.B.:

  • persönliche Angelegenheiten wie die Organisation der häuslichen Versorgung alleinstehender alter Menschen, z. B. durch die Suche nach einem geeigneten Heimplatz
  • vermögensrechtliche Angelegenheiten wie die Beantragung von Sozialleistungen oder der Schuldenregulierung

Die rein praktischen Hilfen wie Einkaufen, Kochen, Putzen und die Pflege der betreuten Person gehören nicht zu den Aufgaben eines gesetzlichen Betreuers. Jedoch bespricht und organisiert er die Möglichkeiten der erforderlichen Hilfen für die zu betreuende Person.

Wie kommt es zu einer Betreuung?

Für die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung ist das Betreuungsgericht (Amtsgericht) zuständig. Die Betroffenen können die Betreuung entweder selbst oder über Angehörige bzw. Menschen ihres Vertrauens beantragen.

Wer kann Betreuer werden?

Betreuer können z.B. ehrenamtlich engagierte Menschen, Berufsbetreuer oder Vereinsbetreuer beim SkF Mannheim sein. Dabei berücksichtigt das Gericht die Wünsche der zu betreuenden Person und die Seriosität des Betreuenden.

Wir sind gerne für Sie da, wenn Sie Fragen zur Betreuung oder zum Betreuungsrecht haben.

Kontakt

Mehr Informationen zum Thema "Gesetzliche Betreuung, Betreuungsgericht, Amtsgericht" finden Sie hier

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